Maria · 9 Tage

Maria, Hilfe der Christen

Der Titel „Maria, Hilfe der Christen” (Maria Auxilium Christianorum) geht auf die Lauretanische Litanei zurück und wurde vom heiligen Johannes Bosco († 1888) mit besonderem Eifer verbreitet; er errichtete ihr zu Ehren die große Basilika in Turin. Diese schlichte Andachtsform, die er selbst empfahl, wird an neun aufeinanderfolgenden Tagen gebetet — besonders vor ihrem Fest am 24. Mai — und verbindet die Verehrung der Eucharistie mit dem Vertrauen auf die Fürsprache Mariens.

Eröffnungsgebet

Wird an jedem der 9 Tage gebetet.

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen. Der heilige Johannes Bosco pflegte, wenn man ihn um eine Gnade bat, zu antworten: „Wollt ihr Gnaden von der heiligen Jungfrau erlangen, so haltet eine Novene." Diese Novene sollte nach dem Willen des Heiligen möglichst „in der Kirche und mit lebendigem Glauben" gehalten werden und war stets ein Akt inniger Huldigung an die heiligste Eucharistie.

Die Gesinnungen, in denen die Novene nach Don Bosco fruchtbar wird, sind: erstens, keine Hoffnung auf menschliche Kraft zu setzen, sondern auf Gott zu vertrauen; zweitens, dass die Bitte sich ganz auf Jesus im Sakrament stütze, die Quelle aller Gnade und Güte, und auf die Macht Mariens; drittens, dass man in jedem Fall die Bedingung hinzufüge: „Dein Wille geschehe", und: wenn es zum Heil der Seele dient.

Schlussgebet

Wird an jedem der 9 Tage gebetet.

An neun aufeinanderfolgenden Tagen betet man:

Dreimal Vater unser, Gegrüßet seist du, Maria und Ehre sei dem Vater zu Ehren des Allerheiligsten Sakramentes, mit dem Stoßgebet: „Gelobt und gedankt sei in jedem Augenblick das heiligste und göttlichste Sakrament."

Dreimal Sei gegrüßt, o Königin (Salve Regina), mit dem Stoßgebet: „Maria, Hilfe der Christen, bitte für uns."

Gedenke, o gütigste Jungfrau Maria, es sei noch nie gehört worden, dass jemand, der zu deinem Schutz seine Zuflucht nahm, deine Hilfe anrief und um deine Fürbitte flehte, von dir verlassen worden sei. Von diesem Vertrauen beseelt, nehme ich meine Zuflucht zu dir, o Mutter, Jungfrau der Jungfrauen; zu dir komme ich, mit Tränen in den Augen, schuldig so vieler Sünden; vor dir werfe ich mich nieder und flehe um Erbarmen. Verschmähe meine Bitte nicht, o Mutter des ewigen Wortes, sondern höre mich gnädig an und erhöre mich. Amen.

Empfohlene Bedingungen: erstens der Empfang der Sakramente der Versöhnung und der Eucharistie; zweitens ein Werk der Nächstenliebe; drittens die Neubelebung des Glaubens an Jesus in der Eucharistie und der Verehrung Mariens, der Hilfe der Christen.

Quelle

Novene zu Maria, Hilfe der Christen, des hl. Johannes Bosco (kurze Andachtsform, aus dem Italienischen übersetzt).